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Erlebnisbericht von Nicole Vogt über das Bodensee-Zeltlager in Altnau, Schweiz vom 7.09.2005 bis 11.09.2005

Tag 2 unserer Bodenseereise vom 7.9.2005 bis 11.9.2005

Sehr früh mussten wir an diesem Tag aufstehen, um die hungrige Meute (Familie Scherlatzik) mit frischen Weckchen zu versorgen. Zum Glück haben mich Jascha und Fabienne zum Bäcker begleitet und somit war der Weg leichter zu bewältigen und nicht ganz so langweilig.

Nach dem Frühstück traten wir den fleißigen Spülgang an, um unser Geschirr zu waschen. Nachdem sich alle fertig gerichtet hatten, war eine Inliner-, Fahrrad-, Cityroller-Tour ins 16km entfernte Romanshorn angesagt. Als wir dort, ziemlich kaputt, angekommen waren, haben wir unser heiß ersehntes Eis spendiert bekommen. Ziemlich lecker.

In Romanshorn gab es einen Werbestand mit Helium gefüllte Luftballons, wo wir gleich ein „paar“ mitnahmen. Auf dem Heimweg ist jemandem, der anonym bleiben möchte, ein sehr spektakulärer Unfall mit Sebastian Saier im Baby-Jogger passiert: „An einem Donnerstag, den 08.09.2005 ist in Uttwill in einer Kurve ein schlimmer Crash passiert. Eine unbekannte Person auf Inlinern mit Baby-Jogger geriet mit zu hohem Tempo in eine scharfe Kurve. Nachdem dieses Gefährt die Kurve nicht mehr bekommen hatte, raste sie in ein Mädchen, das mit seiner Familie in der Mitte der Kurve gestanden ist. Keiner der Beteiligten kam zu Schaden. Nach einer kurzen Nachfrage, wie es dem geschädigten Mädchen ging, fuhr die Unfallverursacherin ohne irgendwelche Personalien Preis zugeben weiter.

 

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Klarer Fall von Fahrerflucht mit Kinderwagen. Familie Saier hatte dann doch noch nachgesehen welcher Schaden bei dem Mädchen entstanden ist. Bei dem Mädchen hat sich das Hinterrad in einen Achter verwandelt.
Thomas, unser Bike-Versteher, machte das Bike wieder lauffähig. Trotzdem ist die Familie nur noch bis zum nächsten Bahnhof gefahren und ist mit dem Zug weitergefahren. Sie waren wohl doch etwas kaputt vom Biken.

Seit diesem verhängnisvollen Unfall wird diese Kurve liebevoll „Nicoles Corner“ genannt. Auf der Strecke passierten aber noch weitere kleine Unfälle. Zuletzt sind aber doch alle wieder heil am Zeltplatz angekommen. Tristan und ich hatten Hunger und wir schwärmten, wie schön es jetzt wäre eine Pizza oder ähnliches zu haben. Doch Tristan hatte die glorreiche Idee, diesen Wunsch in die Wirklichkeit umzusetzen. Wir radelten ins Dorf in den nächsten Supermarkt, um uns eine Pizza zu kaufen. Wieder am Zeltplatz angekommen schmissen wir die Pizzen auf den Gasgrill und hofften, dass sie uns gelingen werden.

Doch viel Zeit zum Verdauen der gut schmeckenden Pizzen blieb nicht, denn wir gingen alle auf den Sportplatz um verschiedene Spiele zu spielen, bei denen es schon mal ein bisschen rustikaler zugegangen ist und so manch einer ein paar Schrammen oder „Wehwehchen“ bekam. Völlig ausgepowert kamen alle wieder zurück und warteten gespannt darauf, bis Thomas endlich die Steaks und die Würstchen fertig gegrillt hatte. Nach dem Essen haben sich die Erwachsenen ein paar Bierchen und ein paar Gläschen Wein gegönnt. Danach hatten wir noch ein paar lustige Gespräche.

Um 0.00 Uhr ist Tristan und mir noch eingefallen, dass wir ja noch Heliumballons haben. Dadurch sind ein paar witzige neue Stimmen zum Vorschein gekommen. Tristan hatte versucht Mädchen, die schon zum 2ten mal an uns vorbei gelaufen sind, mit Helium getragener Mickey-Maus-Stimme aufzufordern sich neben ihn zu hocken. Doch leider hatte er kein Erfolg und wir blieben alleine. Uns vielen noch viele lustige Wörter ein, die sich mit Helium erheblich besser anhörten (zum Beispiel: „Let“).

Irgendwann verzog sich jeder in sein Zelt und schlief ein. Doch die Nächte waren immer gespickt mit kleinen, unüberhörbaren Schnarchern, Namens Reiner und Joachim, die einen immer aus dem Schlaf rissen.

 
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